Künstliche Intelligenz ist heute ein zentraler Treiber der digitalen Transformation. Auch in der Softwareentwicklung gewinnt generative KI rasant an Bedeutung. Bei Intersys setzen wir seit über einem Jahr KI-gestützte Programmier-Assistenten wie Copilot, Codex und Claude ein. In diesem Beitrag teile ich unsere wichtigsten Erkenntnisse, Vorteile und Herausforderungen aus dem Alltag.

Der Start mit KI-Tools

Vor rund einem Jahr haben wir die ersten KI-Assistenten in unsere Entwicklungsumgebungen integriert. Unser Ziel: mit Künstlicher Intelligenz effizienter arbeiten, die Codequalität verbessern und Innovation vorantreiben. Anfangs war die Leistung von Tools wie GitHub Copilot und ChatGPT gemischt. Sie halfen zwar bei der automatischen Code-Vervollständigung, bei Kommentaren und beim Erzeugen von Unit-Tests, viele Vorschläge mussten wir aber kritisch prüfen und nachbessern.

Trotzdem zeigte sich rasch: Die KI-Tools erleichtern den Entwickleralltag – von schnelleren Standardaufgaben bis zur Umsetzung neuer Ideen. Die Zeit für Prototyping hat sich deutlich verkürzt.

KI bleibt nicht stehen

Die Welt der KI-Tools ist extrem dynamisch. Deshalb testen wir laufend neue Lösungen wie Cursor, Windsurf, Codex und Claude. Unser Ziel ist, für die Bedürfnisse unserer Entwicklerteams immer die besten Assistenten zu finden. Der Fortschritt in nur einem Jahr ist enorm, und das merken wir im täglichen Arbeiten am Code.

Praxisbeispiel: ein Chat-Assistent in unter drei Stunden

Ein Beispiel aus meinem Alltag als CTO: Ich prüfe regelmässig, wie einfach sich mit generativer KI ein webbasierter Chat-Assistent mit Sprachsteuerung umsetzen lässt – also ein Frage-Antwort-System auf Basis eines Sprachmodells mit Web-Oberfläche. Mit Claude von Anthropic gelingt das heute in unter drei Stunden, am Ende stehen über 5000 Zeilen funktionsfähiger Code. Vor Kurzem hätte ein solches Projekt noch Tage oder Wochen gedauert. Für schnelles Prototyping, MVPs und Proof of Concepts ist das ein Quantensprung.

bis zum lauffähigen Chat-Assistenten
< 3 Std.
Zeilen funktionsfähiger Code
5000+
Erfahrung mit KI-Assistenten im Team
1 Jahr

Natürlich gilt: Kein KI-Tool ersetzt den kritischen Blick und die Erfahrung von Entwicklerinnen und Entwicklern. Jeder generierte Code muss sorgfältig geprüft und angepasst werden. Generative KI ist ein Werkzeug und kein Allheilmittel – für Effizienz und Innovation aber äusserst wertvoll.

Die Vorteile im Überblick

  • Effizienz: schnellere Code-Erstellung und weniger Routinearbeit.
  • Innovation: mehr Raum für kreative Lösungen und Experimente.
  • Qualität: konsistentere Dokumentation, sauberer Code, automatisierte Tests.
  • Schnelles Prototyping: Prototypen und neue Funktionen in kürzester Zeit.
  • Skalierbarkeit: Teams profitieren unabhängig vom Erfahrungsstand.

Herausforderungen und Grenzen

  • Qualität der Prompts: Die Ergebnisse hängen stark von klaren und präzisen Anweisungen ab.
  • Fachliche Tiefe: KI versteht nicht immer den gesamten geschäftlichen Kontext.
  • Review-Pflicht: Jeder Code muss sorgfältig geprüft werden, um Fehler und Sicherheitsrisiken auszuschliessen.

Ausblick

KI-gestützte Programmier-Assistenten wie Copilot, Codex oder Claude sind aus der modernen Softwareentwicklung nicht mehr wegzudenken. Sie helfen uns, Innovation zu beschleunigen, effizienter zu arbeiten und die Qualität im Projektalltag zu sichern. Die Tools werden rasant besser – wir bleiben neugierig, testen weiter und teilen unsere Erfahrungen offen.