Herausforderung

Viollier ist ein Schweizer Unternehmen für Labordiagnostik. Bei einem H2-Atemtest werden sieben Messwerte im Abstand von jeweils 30 Minuten erhoben. Sie müssen dem richtigen Auftrag zugeordnet, nach definierten Regeln ausgewertet und für den Befund aufbereitet werden.

In der ersten Version der Anwendung lasen die Mitarbeitenden die Messwerte vom Gerät ab und erfassten sie von Hand. Mit neuen Messgeräten mit Datenschnittstelle liess sich auch dieser Schritt automatisieren, ohne die bewährte Auswertung und die Kontrollschritte aufzugeben.

Lösung

Intersys entwickelte eine Webanwendung, die Auftragsbearbeitung, Berechnung und Reportgenerierung zusammenführt. Sie berechnet die Resultate nach den Algorithmen von Viollier und erstellt einen Report mit grafischer Darstellung des Messverlaufs. Der Datenaustausch mit dem Laborsystem LAB400 läuft über die vorhandene LinkIT-Plattform.

Eine Geräteschnittstelle ergänzt die Anwendung: Die Messwerte werden automatisch übernommen und mit der bestehenden Berechnungslogik verarbeitet.

Mit der Digitalisierung der Laborprozesse erzielen wir einen Effizienzgewinn, sodass unsere Kunden unmittelbar von einer schnelleren Lieferung der Dienstleistung profitieren.

O. Ko., Bereichsleiter ICT, Viollier

Wirkung

Viollier verfügt über eine vollständig umgesetzte Fachanwendung mit Geräteanbindung. Die manuelle Übertragung der Messwerte entfällt, die bestehende Fachlogik wird weiterverwendet, und Prüfung und Freigabe bleiben im vertrauten Arbeitsablauf.

Messwerte je Auftrag automatisch übernommen
21
Je sieben Werte für Wasserstoff, Methan und Kohlendioxid
Werte in der Oberfläche voreingetragen
14
H2 und CH4: kein Ablesen und Abtippen mehr
Messungen je Atemtest
7
Im Abstand von jeweils 30 Minuten

Quelle: Umsetzung der Geräteanbindung für Viollier

Einblick in die Atemtest-Auswertung

Ein Ablauf vom Auftrag bis zum Report

Die Mitarbeitenden finden offene und bereits übermittelte Aufträge in getrennten Ansichten und können gezielt nach einem Auftrag suchen. Vor der Freigabe prüfen sie die Ergebnisse und die Berichtsvorschau direkt in der Anwendung. Auftragsbezug, Auswertung und Rückübermittlung gehören so zu einem zusammenhängenden Ablauf in der bestehenden Laborumgebung.

Die Geräteanbindung automatisiert die Datenerfassung

Das H2-System übernimmt neue Aufträge und legt sie für die Bearbeitung an. Pro Auftrag empfängt es 21 Messwerte: je sieben Werte für Wasserstoff, Methan und Kohlendioxid.

Die 14 H2- und CH4-Werte erscheinen bereits voreingetragen in der Weboberfläche. Die Mitarbeitenden müssen sie nicht mehr vom Messgerät ablesen und abtippen. Die sieben CO2-Werte laufen im Hintergrund mit und werden im abschliessenden Übertragungsschritt gemeinsam weitergegeben. Die übernommenen Werte verarbeitet die bestehende Berechnungslogik, Auswertung und Reportgenerierung bleiben dieselben.

Ablaufdiagramm: Das Messgerät liefert 21 Messwerte je Auftrag (H2, CH4, CO2) über LinkIT an das H2-System. Dort sind 14 H2- und CH4-Werte im GUI voreingetragen und werden berechnet, 7 CO2-Werte laufen im Hintergrund mit. Nach Prüfung und Freigabe durch Mitarbeitende im Labor gehen Resultate und Report an LAB400.
Vereinfachte Darstellung des umgesetzten Ablaufs: Datenübernahme automatisch, fachliche Freigabe durch Mitarbeitende im Labor.

Fachliche Kontrolle und Freigabe bleiben im Labor

Die automatisierte Datenübernahme fügt sich in den vorhandenen Prozess ein. Die bestehenden Validierungs- und Bestätigungsschritte bleiben erhalten: Mitarbeitende prüfen die Angaben und geben den Auftrag für die Übermittlung frei. Danach gehen die Resultate und der zugehörige Report über die Schnittstelle an LAB400 zurück.

Weiterentwicklung anhand konkreter Anforderungen

  • Fehlende Messwerte sind in der Grafik ausdrücklich gekennzeichnet. Wer einen Auftrag mit fehlenden Werten freigibt, bestätigt dies in einem zusätzlichen Hinweis.
  • Ein Simulationsmodus erlaubt es, eine Testsubstanz zu wählen und Berechnungen mit eigenen Werten auszuprobieren, ohne Patientenname und Auftragsnummer.
  • Berechnungsregeln und Ergebnistexte wurden anhand der fachlichen Spezifikationen weiterentwickelt.

Schritt für Schritt automatisiert

Das Projekt zeigt, wie sich ein klar abgegrenzter Laborprozess schrittweise automatisieren lässt: Auf die webbasierte Erfassung und Auswertung folgte die Anbindung der Messgeräte. So konnte Viollier die manuelle Übertragung der Messwerte ablösen und die bestehende Fachlogik weiterverwenden.

Erfolgsgeschichten

Weitere Erfolgsgeschichten.

Alle Erfolgsgeschichten
  • Gesundheitswesen

    Medizingeräte gezielter nutzen

    45 Ultraschallgeräte, drei Monate Messung: Ivaluation zeigt die tatsächliche Auslastung – und rund CHF 500'000 Einsparung bei der Beschaffung.

    Ultraschallgeräte ausgewertet
    45
    Messdauer
    3 Monate
    Einsparung bei der Beschaffung (2024)
    CHF 500'000
  • Öffentliche Verwaltung

    Verkehrsdaten im Minutentakt

    Aus Einzelfahrzeugmeldungen werden Minutenwerte: OMA berechnet für jede Zählstelle des ASTRA Fahrzeugzahlen und Geschwindigkeiten und liefert sie an Fachanwendungen und Open Data.

Nächster Schritt

Ein ähnliches Vorhaben?

Wir zeigen Ihnen gerne, wie wir vorgegangen sind, und klären, was davon zu Ihrer Situation passt.